Solinger Kreissynode traf Vorentscheidung: Unsere Kirche, das Gemeindehaus und das Kitagebäude bleiben nicht in kirchlicher Hand
Wer die kirchlichen Nachrichten der letzten Jahre und Monate verfolgt hat, war vorbereitet. Dennoch: Die ersten Ergebnisse der Gebäudebedarfsplanung im evangelischen Solingen treffen Merscheid hart. Unsere drei Gebäude – auch die Kirche – sollen nicht über 2035 hinaus in kirchlichem Besitz bleiben.
Was bisher geschah…
Seit 2020 entwickelte das Merscheider Presbyterium zusammen mit dem Kirchenkreis ein neues Gebäudekonzept an der Hofstraße. Ein Investor sollte hier eine neue, größere Kita und Wohnungen errichten. Der Verkaufserlös sollte einem Umbau der Kirche dienen. Fünf Jahre lang hat die Arbeitsgruppe „Zukunft Merscheid“ an diesen Plänen gearbeitet. Viele Fachleute und Ämter wurden beteiligt. Nach vielen Rückschlägen und Neuansätzen wurde 2025 eine umfassende Bauvoranfrage von der Stadt Solingen genehmigt. Doch über die Jahre hat sich die Bedarf an Kindertagesstätten verändert. Die geplante Kita wird nicht mehr benötigt.
Gesamtkirchliche Sparzwänge überholen
die gemeindlichen Gebäudepläne
Im vergangen Jahr setzte der evangelische Kirchenkreis eine Vorschlagsgruppe ein. Sie entwickelte für ganz Solingen einen Plan, welche evangelischen Kirchen und Gemeindehäuser über 2035 hinaus in kirchlicher Hand bleiben und klimaneutral ertüchtigt werden sollen. Er wurde der kirchlichen und der Solinger Öffentlichkeit im Februar vorgestellt. Eine Sondersynode fasste dann im März erste Beschlüsse:
In der Pfarrregion Rupelrath, Ohligs und Merscheid soll die Stadtkirche Ohligs mit angrenzenden Gebäuden als evangelischer Standort im Westen erhalten und gestärkt werden. Unsere drei Gemeinden wurden beauftragt, für diesen und für den Standort Rupelrath ein Konzept zu erarbeiten. Unsere Gebäude an der Hofstraße sollen nicht im kirchlichen Besitz bleiben.
Ausführliche Infos zu den Beschlüssen der Synode finden Sie hier „Märzsynode hat getagt“ und hier bei uns (klick)
Viele Fragen, einige Ideen, große
Veränderungen und weitere Beratungen
Bisher haben alle beteiligten Gremien und Arbeitskreise mehr Fragen als Antworten zur Zukunft unserer Gemeinde.
Wird es auch in ein paar Jahren noch Angebote vor Ort in Merscheid geben?
Das Presbyterium arbeitet daran.
Was wird aus der Kinder- und Jugendarbeit?
Hier bahnt sich noch in diesem Jahr eine gute Lösung an.
Wann ist mit Veränderungen an der Hofstraße zu rechnen?
Wir wissen es nicht.
Die Synode und mehrere Arbeitsgruppen arbeiten intensiv weiter.
Im November berichten wir im Gemeindebrief und auf der Gemeindeversammlung am 15.11. über den Stand der Dinge.
Wir bleiben im Gespräch!
Ihr Pfarrer Dirk Stark